Cork, Blarney Castle und Kinsale

Mein Reiseführer hat Recht: Cork erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Die Innenstadt ist geprägt von der gebogenen St. Patrick Street. Von dieser Hauptstraße zweigen viele kleine Gässchen ab, in denen man unzählige Pubs, Restaurants und kleine Lädchen findet. Gar nicht klein ist der English Market, der Fleischer, Fischhändler, Bäcker, Käseverkäufer und viele weitere kulinarische Köstlichkeiten beherbergt. Wenn man gute, frische Lebensmittel in Cork haben will, dann geht man hier her.

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St. Patrick’s Street in Cork

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English Market

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English Market

Auf einem Hügel im Norden der Stadt findet man die St. Anne’s Church, oder Shandon Church. Zwei Seiten der Kirche sind mit rotem Sandstein gebaut, die anderen beiden mit hellem Kalkstein. Das besondere an der Kirche ist, das man ihren Glockenturm erklimmen kann, und dabei das Glockenspiel selbst betätigen kann. „Noten“ liegen aus. Ich habe mich an „When the Saints go marchin in“ probiert, man hat es sogar erkennen können. 😀 Auf dem Weg nach ganz oben geht man direkt an den Glocken vorbei (mit Gehörschutz) und kann dann auf einer Aussichtsplattform die gesamte Stadt überblicken.

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Glockenspiel

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In der Nähe der Kirche befindet sich die Murphy’s Brauerei, die aber inzwischen Heineken gehört. Eigentlich hat die Stadt noch eine zweite Brauerei, Beamish, die scheint aber geschlossen worden zu sein.

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Blick auf die Murphy’s Brauerei, heute Heineken

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Ehemalige Beamish Brewery

Neben der Beamish Brewery findet man die St. Fin Barre’s Cathedral, die zu den schönsten des Landes gehören soll, was ich bestätigen kann. Sie ist ausgestattet mit kunstvollen Buntglasfenstern, die das Alte und Neue Testament erzählen.

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Direkt daneben liegt das Elizabeth Ford, das Elizabeth I. zum Schutz vor einer spanischen Invasion errichten ließ. Die Polizei versteckt sich noch heute in der Festung. Von den Festungsmauern hat man einen guten Blick über die Stadt.

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Auf dem Elizabeth Ford

Nur wenige Kilometer entfernt von Cork liegt das Örtchen Blarney mit der bekannten Textilfabrik Woollen Mills und der Touristenattraktion Blarney Castle, deren Konterfei auch das Etikett von Smithwick’s ziert. Ich hatte Glück, heute war auf der toll anzusehenden Burg wenig los. Das besondere an der Burg ist der Blarney Stone, der in 30 Metern Höhe in die Burgmauer eingebaut ist. Vielleicht haben ihn Kreuzritter aus Palästina mitgebracht, vielleicht ist es eine Hälfte des schottischen Krönungssteins Royal Stone of Scone, geschenkt von Robert the Bruce. Ein Mythos besagt, dass wenn man den Stein auf dem Rücken liegend küsst, einem die Gabe der Beredsamkeit verliehen wird. Blarney ist sogar in die englische Sprache eingegangen und bedeutet Schmeichelei. Wo ich schon mal dort war, habe ich das natürlich gemacht.

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Blick ind die Große Halle

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Blarney Stone

Die Burg ist umgeben von einem riesigen Park, inklusive Giftpflanzengarten, uralten, riesigen Bäumen, einem Druidenzirkel, einem fast zusammengestürzten Dolmen und dem Blarney House.

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Blarney Haus

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Dolmen

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Druidenzirkel

Ziel meiner Reise heute war Kinsale unweit von Cork. Die nette Kleinstadt mit Hafen ist kunterbunt im Zentrum. Im Reiseführer steht, hier bekommt man das beste Essen des Landes. Also ab in das bekannteste Fischrestaurant der Stadt, Fishy Fishy. Und was soll ich sagen, Bingo!

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2 Kommentare zu “Cork, Blarney Castle und Kinsale

  1. Annikese

    Hallo Mario,
    Danke für den tollen Bericht u Bilder. Also doch ein Leckstein
    Wir haben beschlossen, dass dein neuer Beruf das Schreiben von Reise berichten u Reiseführern wird
    Ganz liebe Grüße vom Yachthafen mit Cocktails u Weisbier

  2. Michael Rössel

    Hi Großer, da muss ich der Annika Recht geben, in schreiben von Reiseführern wärst du super. Lass es dir gut gehen.